Auf der sorrentinischen Halbinsel haben die Osterprozessionen eine antike Tradition, deren Ursprünge bis in das 14. Jh. n. Chr. zurückreichen. Zwischen Donnerstag und Karfreitag finden zwischen Meta di Sorrento und Massa Lubrense etwa 20 verschiedene Prozessionen statt; zu den bekanntesten gehören dabei die beiden die Processioni degli incappucciati in Sorrent.
Besonders eindrucksvoll ist die Processione della Madonna addolorata in der Nacht des Karfreitag, bei der unter weißen Umhängen verborgene Gläubige in einer beinahe unwirklichen Atmosphäre die Madonna addolarata zu den Gesängen eines Chors durch den Ort tragen. Am Freitagabend findet die majestätische Processione del Cristo Morto statt. Die Statuen der Madonna und des gekreuzigten Christus werden diesmal auf den Schultern von schwarz gekleideten Gläubigen durch die Straßen Sorrents getragen. Im Volksglauben wird durch diese Prozession, die zu den ältesten Italiens gehört, das Auffinden des toten Christus am Kreuz durch Maria symbolisiert. Während der Prozession werden verschiedene Symbole des Märtyrium Christus zur Schau gestellt.
Doch auch an anderen Orten am Golf von Neapel, wie z. B. in S. Agnello oder auf Procida, gibt es sehenswerte Osterprozessionen.
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